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Warnstreiks legen Teile des Hamburger ÖPNV lahm – Diese Linien fallen aus
- Ver.di hat Warnstreiks im Hamburger ÖPNV angekündigt; zahlreiche Buslinien sind ganz oder teilweise betroffen.
- Bei der Hamburger Hochbahn fallen 37 von 112 Buslinien komplett aus; auf weiteren Linien ist nur ein eingeschränkter Betrieb möglich.
- Für Mittwoch wurde ein 24‑stündiger Warnstreik bei der VHH angekündigt; Fahrgäste sollten vor Fahrtantritt die hvv-App oder Webseiten der Verkehrsunternehmen prüfen.
Warnstreiks legen Teile des Hamburger ÖPNV lahm – Diese Linien fallen aus
Kurzfassung: Die Gewerkschaft ver.di hat erneut Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Dadurch kommt es zu erheblichen Ausfällen im Busverkehr der Hamburger Hochbahn; nach Angaben des Unternehmens fallen 37 von 112 Buslinien komplett aus.
Der angekündigte Ausstand bei der Hochbahn betrifft nach Unternehmensangaben überwiegend Dienste aus mehreren Betriebshöfen und ist für die Zeit von Dienstag, 03:00 Uhr, bis Mittwoch, 03:00 Uhr, angesetzt. Fahrgäste müssen mit umfangreichen Einschränkungen rechnen und sollten Fahrten vorab prüfen.
Auf einigen Linien ist laut Angabe ein eingeschränktes Teilangebot möglich. Betroffene bzw. potenziell eingeschränkte Linien sind unter anderem:
- 12
- 16
- 23
- 25
- 28
- 31
- 105
- 150
- 168
- 171
- 180
- 191
- 250
- 261
- X22
- X27
Diese Liste ist beispielhaft; in der Praxis kann das Angebot auf den genannten Linien instabil sein. Fahrgäste werden gebeten, vor Fahrtantritt die hvv-App oder die Online-Fahrplanauskunft zu prüfen.
Zusätzlich wurde für den Mittwoch ein 24-stündiger Warnstreik bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) angekündigt. Dieser betrifft vor allem den östlichen Stadtraum und angrenzende Kreise; auch hier sind erhebliche Einschränkungen im Busverkehr zu erwarten. Betroffene Betriebshöfe sind u. a. Bergedorf, Rahlstedt und Billbrook.
Im Gegensatz zu vielen Buslinien sind die S-Bahn, die HADAG-Fähren und nach Angaben einiger Meldungen die U-Bahnen in bestimmten Fällen nicht vom Ausstand betroffen – das kann jedoch je nach Streikankündigung variieren. Fahrgäste sollten aktuelle Hinweise der Verkehrsunternehmen beachten.
Hintergrund der Aktion: Ver.di fordert in den laufenden Tarifverhandlungen unter anderem eine Lohnerhöhung von rund 7,5 Prozent sowie eine soziale Komponente für niedrige Entgeltgruppen und einen Mietkostenzuschuss von 200 Euro für Auszubildende. Die Gewerkschaft bezeichnet die Aktion als Druckmittel in den Verhandlungen.
Was Fahrgäste jetzt tun sollten:
- Fahrten nur nach Prüfung in der hvv-App oder auf hvv.de antreten.
- Auf alternative Verbindungen wie S-Bahn, Regionalzüge oder Fähren ausweichen, wo möglich.
- Mehr Zeit für die Reise einplanen oder auf notwendige Fahrten verzichten.
Weitere Informationen und tagesaktuelle Linienausfälle veröffentlicht die Hochbahn, vhh.mobility sowie die hvv-Fahrplanauskunft. Für offizielle Hinweise und Detaillisten konsultieren Sie bitte die jeweilige Unternehmensseite.
1 Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 (zuletzt abgerufen am 28.11.2025)
2 Warnstreiks in Hamburg: Massive Ausfälle im Bus- und U-Bahn-Verkehr
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