• >
  • News >
  • Warnstreik im ÖPNV: Busse und Bahnen bleiben in Depots – Auswirkungen auf Verkehr und Schule

Trend-Thema

Busse und Bahnen bleiben im Depot: Was der Warnstreik für Verkehr und Schule bedeutet

Warnstreik im ÖPNV: Busse und Bahnen bleiben in Depots – Auswirkungen auf Verkehr und Schule
© Ki generiert von bussgeldeinspruch.info | Warnstreik im ÖPNV: Busse und Bahnen bleiben in Depots – Auswirkungen auf Verkehr und Schule
Saad Bouziane

Saad Bouziane

02.02.2026
7 Minuten Lesedauer

    Das Wichtigste in Kürze:
    • Bundesweite 24‑stündige Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr führen zu massiven Ausfällen bei Bussen, Straßen‑ und U‑Bahn-Angeboten.
    • Regional‑ und Fernverkehr der Deutschen Bahn sowie zahlreiche S‑Bahn‑Netze bleiben größtenteils ungestört; Niedersachsen ist wegen Friedenspflicht ausgenommen.
    • Schulpflicht und das »Wegerisiko« für Beschäftigte bleiben bestehen — Pendlerinnen, Eltern und Arbeitgeber sollten alternative Mobilitätslösungen planen.


Busse und Bahnen bleiben im Depot: Was der Warnstreik für Verkehr und Schule bedeutet

Verdi hat für Montag zu 24-stündigen Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Betroffen sind rund 150 städtische Verkehrsunternehmen sowie zahlreiche Busbetriebe in den Landkreisen und Stadtstaaten. In vielen Städten bleiben Busse, U‑Bahnen und Straßenbahnen in den Depots — Pendlerinnen und Pendler müssen sich auf Ausfälle einstellen.

Welche Verkehrsmittel sind betroffen — und welche nicht?

Vom Arbeitskampf sind vor allem kommunale Bus- und Stadtbahn-Angebote betroffen. Regionalzüge und der Fernverkehr der Deutschen Bahn sind nicht Teil des Warnstreiks und fahren in der Regel weiter. Ebenso sind mehrere S‑Bahn-Netze (zum Beispiel in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Nürnberg und im Rhein‑Main‑Gebiet) sowie die Fähren der HADAG in Hamburg nicht direkt betroffen. Private Busunternehmen und einige kommunale Anbieter können einzelne Linien weiterhin bedienen; Verkehrsbetriebe informieren dazu auf ihren Webseiten und in Apps.

Ausnahme Niedersachsen und besondere Maßnahmen

In Niedersachsen sind rund 5.000 Beschäftigte wegen einer anhaltenden Friedenspflicht nicht zum Warnstreik aufgerufen — dort läuft der Nahverkehr zunächst normal. In Berlin fahren manche Straßenbahnen zwar leer, um das Einfrieren der Oberleitungen zu verhindern.

Schule und Arbeit: Wer trägt das Wegerisiko?

Die Schulpflicht bleibt bestehen. Behörden betonen, dass die frühzeitige Ankündigung Familien die Möglichkeit zur Planung gibt. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tragen das sogenannte Wegerisiko — Ausfälle des ÖPNV gelten in der Regel nicht automatisch als Rechtfertigung für unentschuldigtes Fehlen oder Verspätung. Arbeitgeber und Eltern sollten daher im Vorfeld alternative Wege planen.

Verkehrslage und Tipps für den Alltag

Auf Straßen und Hauptachsen ist mit deutlich dichterem Verkehr, insbesondere in den Berufsverkehrszeiten, zu rechnen. Expertinnen und Experten raten, Stoßzeiten (etwa 7–9 Uhr und 16–18 Uhr) zu vermeiden, Fahrgemeinschaften zu bilden, früher loszufahren oder, wenn möglich, Homeoffice zu nutzen. Wer zwingend unterwegs sein muss, sollte aktuelle Stau‑ und Verkehrsinfos prüfen.

Warum streikt Verdi?

Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen für den kommunalen Nahverkehr bessere Arbeitsbedingungen: unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht‑ und Wochenenddienste. Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft Druck auf die Arbeitgeberseite aufbauen; die nächste Verhandlungsrunde ist terminiert.






Quellen:

1 Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 (zuletzt abgerufen am 28.11.2025)

2 Warnstreik im ÖPNV: Busse und Bahnen bleiben in Depots – Auswirkungen auf Verkehr und Schule


Neuigkeiten und Aktuelles zum Straßenverkehr

Gehwege in Hessen häufig blockiert: 391 Meldungen zeigen Risiko für Fußgängerinnen und Fußgänger
Gehwege in Hessen häufig blockiert: 391 Meldungen zeigen Risiko für Fußgängerinnen und Fußgänger

Bei einer VCD-Erhebung wurden allein aus Hessen 391 Meldungen über zugeparkte Gehwege eingegangen. Häufig bleibt weniger als 1,50 Meter Platz – der VCD fordert…

Vollsperrung in Südfankfurt: Mörfelder Landstraße für Brückenneubau bis 2029 gesperrt
Vollsperrung in Südfankfurt: Mörfelder Landstraße für Brückenneubau bis 2029 gesperrt

Wegen eines Neubaus der Eisenbahnbrücke wird die Mörfelder Landstraße in Frankfurt-Sachsenhausen ab 2. März 2026 bis 2029 teilweise voll gesperrt. Alles zu Bau…

Palla: Schienensanierung braucht zehn Jahre – Bahn setzt auf Sofortprogramme
Palla: Schienensanierung braucht zehn Jahre – Bahn setzt auf Sofortprogramme

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, kündigt an, dass die grundlegende Sanierung des deutschen Schienennetzes etwa zehn Jahre dauern wird. Ku…

Sie möchten Fahrverbote, Punkte und Bußgeld vermeiden?

Dann machen Sie unseren kostenlosen Online-Check! Erfahren Sie in weniger als einer Minute wie hoch Ihre Strafe ausfällt und ob ein Einspruch sinnvoll ist. Unsere Partneranwälte setzen Ihren Einspruch durch.

Jetzt zum Online-Check