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Warnstreik im Nahverkehr: Busse und Bahnen vielerorts am 2. Februar außer Betrieb – ADAC warnt vor Stau
- Ver.di ruft am 2. Februar 2026 zu einem großflächigen Warnstreik im kommunalen Nahverkehr auf; Busse, Straßenbahnen und viele U-Bahnen bleiben vielerorts ausgesetzt.
- Der ADAC warnt vor deutlich längeren Stauzeiten in den Morgen- und Abendspitzen; Autofahrer sollten Stoßzeiten meiden und mehr Zeit einplanen.
- Ausnahmen bestehen regional (z. B. Niedersachsen aufgrund einer Friedenspflicht); DB-Fern- und Regionalzüge sowie einige S-Bahnen verkehren in der Regel weiter.
Warnstreik im Nahverkehr: Busse und Bahnen vielerorts am 2. Februar außer Betrieb – ADAC warnt vor Stau
Am Montag, den 2. Februar 2026, hat die Gewerkschaft Ver.di zu einem großangelegten Warnstreik im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. In zahlreichen Städten und Regionen bleiben Busse, Straßenbahnen und in Teilen auch U-Bahnen für den gesamten Tag außer Betrieb. Der Ausstand richtet sich gegen die derzeit festgefahrenen Tarifverhandlungen und soll den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen.
Der ADAC erwartet infolge der ausgefallenen Angebote deutlich mehr Verkehr auf den Straßen und längere Staulängen in den Morgen- und Abendspitzen. Autofahrer sollten, wenn möglich, Stoßzeiten meiden, mehr Fahrzeit einplanen und alternative Routen nutzen. Für viele Pendler ist die Nutzung des eigenen Autos oder Fahrgemeinschaften die naheliegendste Alternative; ADAC-Daten zeigten bereits am Morgen erhöhte Stauwerte in Ballungsräumen.
Nicht überall ist der Nahverkehr jedoch betroffen: In Niedersachsen gilt in Teilen eine noch bestehende Friedenspflicht in Tarifverträgen, weshalb dort Busse und Bahnen planmäßig verkehren. Diese Ausnahme sorgt für regionale Unterschiede in der Betroffenheit. Reisende sollten die lokalen Verkehrsinformationen beachten, weil die Lage von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein kann.
Wichtig: Fernzüge, die von der Deutschen Bahn betrieben werden (Fern- und Regionalverkehr), sowie einige S-Bahn-Linien bleiben in der Regel vom kommunalen Warnstreik unberührt und verkehren planmäßig. Pendler sollten prüfen, ob in ihrer Region DB-Regionalzüge oder S-Bahnen als sinnvolle Alternative zur Verfügung stehen.
Praktische Tipps für Betroffene:
- Frühzeitig losfahren und längere Fahrtzeiten einplanen.
- Örtliche Verkehrsbetriebe und DB-Fahrpläne prüfen (Not- oder Ersatzfahrpläne möglich).
- Fahrgemeinschaften, Fahrrad oder Homeoffice als Alternativen in Betracht ziehen.
Fahrgäste sollten sich unmittelbar vor Abfahrt über die aktuellen Informationen der zuständigen Verkehrsbetriebe, lokale Medien und den ADAC informieren. Die Situation kann sich kurzfristig ändern, etwa durch Notfallverkehre für Schulen oder Anpassungen durch einzelne Stadtwerke.
1 Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 (zuletzt abgerufen am 28.11.2025)
2 Warnstreik im Nahverkehr: Diese Städte sind am 2. Februar betroffen – ADAC warnt
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