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Rechtstipp: Wildunfälle steigen ab Ende Februar – Vorsicht in Dämmerung und an Waldrändern

Rechtstipp: Wildunfälle nehmen ab Ende Februar deutlich zu
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Saad Bouziane

Saad Bouziane

25.02.2026
7 Minuten Lesedauer

    Das Wichtigste in Kürze:
    • Ab Ende Februar steigt die Zahl der Wildunfälle; Höhepunkt im April und Mai.
    • Ursachen: verstärkte Aktivität der Tiere nach dem Winter, Revierkämpfe sowie schlechte Sicht (Nebel, tiefe Sonne, lange Nächte).
    • Wichtige Tipps: Geschwindigkeit anpassen, Warnschilder beachten, Fernlicht abblenden und nicht ausweichen.


Rechtstipp: Wildunfälle steigen ab Ende Februar – Vorsicht in Dämmerung und an Waldrändern

Die Zahl der Unfälle zwischen Kraftfahrzeugen und Wildtieren nimmt jedes Jahr ab Ende Februar deutlich zu und erreicht ihren Höhepunkt im April und Mai. Versicherungsdaten zeigen im April rund 50 % mehr und im Mai sogar etwa 60 % mehr Wildunfälle im Vergleich zum Anfang des Jahres.

Als zentrale Ursachen nennt die R+V-Versicherung die verstärkte Aktivität der Tiere nach der winterlichen Nahrungsarmut sowie vermehrte Revierkämpfe. Gleichzeitig sorgen ungünstige Sichtbedingungen – tiefer stehende Sonne, lange Nächte und häufiger Nebel – dafür, dass Tiere oft zu spät erkannt werden.

Besonders gefährdet sind Fahrten in der Morgen- und Abenddämmerung sowie Straßenabschnitte an Übergängen zwischen Wald und Feld. Anbieter von Verkehrssicherheitsinformationen und Versicherer raten, dort besonders aufmerksam und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren.

Was Autofahrer jetzt beachten sollten

  • Geschwindigkeit reduzieren und Warnschilder vor Wildwechsel ernst nehmen.
  • Fernlicht abblenden, falls Tiere am Fahrbahnrand stehen, um ihre Reaktion nicht zu provozieren oder zu blenden.
  • Bei plötzlich auftauchendem Wild nicht ausweichen – ein Ausweichmanöver kann schwerere Folgen für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer haben. Stattdessen kontrolliert bremsen und hupen kann das Risiko senken.

Für 2025 meldete die R+V-Versicherung Schäden durch Wildunfälle in Höhe von rund 81 Millionen Euro bei ihren Kfz-Versicherten. Auf nationaler Ebene liegen Schätzungen zufolge jährliche Kosten im hohen dreistelligen Millionen- bis Milliardenbereich. Damit bleiben Wildunfälle nicht nur ein Sicherheits- sondern auch ein wirtschaftliches Thema.

Weitere Informationen und die Pressemitteilung der R+V finden Sie hier: Pressemitteilung R+V (news aktuell). Außerdem bieten Medienberichte und Verkehrsratgeber weitergehende Hinweise zum sicheren Verhalten bei Wildwechsel.






Quellen:

1 Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 (zuletzt abgerufen am 28.11.2025)

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