• >
  • News >
  • ÖPNV im Stillstand: Bundesweiter Warnstreik legt Nahverkehr lahm

Trend-Thema

ÖPNV im Stillstand: Bundesweiter Warnstreik bringt Busse und Bahnen zum Erliegen

ÖPNV im Stillstand: Bundesweiter Warnstreik legt Nahverkehr lahm
© Ki generiert von bussgeldeinspruch.info | ÖPNV im Stillstand: Bundesweiter Warnstreik legt Nahverkehr lahm
Saad Bouziane

Saad Bouziane

26.02.2026
7 Minuten Lesedauer

    Das Wichtigste in Kürze:
    • Bundesweiter Ver.di-Warnstreik: Hauptausstand am 27. Februar, teils bis 28. Februar (vereinzelt bis 1. März).
    • Fast alle Bundesländer betroffen; Niedersachsen bleibt aufgrund einer Friedenspflicht ausgenommen.
    • ADAC rät zu Alternativen (Mietwagen, Fahrrad, E-Scooter) und empfiehlt, vor Fahrtantritt Stau- und Verkehrsinformationen zu prüfen.


ÖPNV im Stillstand: Bundesweiter Warnstreik bringt Busse und Bahnen zum Erliegen

Am Ende der Woche ruft die Gewerkschaft Ver.di zu einem bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr auf. In weiten Teilen Deutschlands sind Pendlerinnen und Pendler von massiven Ausfällen betroffen; in vielen Städten fahren Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen nicht.

Umfang und Zeitfenster

Der zentrale Ausstand ist für Freitag, den 27. Februar, angesetzt und kann sich in Teilen bis Samstag, den 28. Februar, erstrecken; vereinzelt sind Einschränkungen bis Sonntag, den 1. März, möglich. In manchen Regionen – etwa in Teilen von Sachsen‑Anhalt – können die Einschränkungen sogar mehrere Tage andauern. Zugverkehr der Deutschen Bahn sowie S-Bahnen, wo sie nicht kommunal betrieben werden, sollen vorerst planmäßig fahren.

Betroffene Regionen und Ausnahmen

Fast alle Bundesländer sind von den Ver.di-Aktionen betroffen; eine Ausnahme bildet Niedersachsen, wo für die betroffene Zeit noch eine Friedenspflicht gilt und deshalb keine Warnstreiks stattfinden können. Ob einzelne Verkehrsbetriebe in Baden‑Württemberg teilnehmen, wurde zum Redaktionsschluss noch nicht flächendeckend entschieden.

Hintergrund: Warum gestreikt wird

Ver.di fordert für die rund 100.000 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr bessere Arbeitsbedingungen, unter anderem kürzere Wochen‑ und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht‑ und Wochenenddienste. In einigen Bundesländern (Bayern, Brandenburg, Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn) stehen außerdem konkrete Lohnverhandlungen auf der Agenda. Mit dem großangelegten Warnstreik soll der Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht werden.

Was Pendler jetzt tun können

  • Planen Sie mehr Zeit für Ihre Fahrt ein und prüfen Sie alternative Routen.
  • Nutzen Sie, wo möglich, Fern‑ oder Regionalzüge der Deutschen Bahn sowie nicht kommunal betriebene S‑Bahn‑Linien.
  • Erwägen Sie kurzfristig Mietwagenangebote, Mitfahrgelegenheiten, Fahrrad oder E‑Scooter als Alternative.

Der ADAC empfiehlt, vor Fahrtantritt die aktuelle Verkehrslage und Stauprognosen zu prüfen, da viele Pendler auf das Auto ausweichen und es dadurch zu deutlich mehr Stau kommen kann.

Weitere Informationen und aktuelle Meldungen finden Sie bei der ADAC Verkehrsinfo.






Quellen:

1 Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 (zuletzt abgerufen am 28.11.2025)

2 ÖPNV im Stillstand: Bundesweiter Warnstreik legt Nahverkehr lahm


Neuigkeiten und Aktuelles zum Straßenverkehr

Gehwege in Hessen häufig blockiert: 391 Meldungen zeigen Risiko für Fußgängerinnen und Fußgänger
Gehwege in Hessen häufig blockiert: 391 Meldungen zeigen Risiko für Fußgängerinnen und Fußgänger

Bei einer VCD-Erhebung wurden allein aus Hessen 391 Meldungen über zugeparkte Gehwege eingegangen. Häufig bleibt weniger als 1,50 Meter Platz – der VCD fordert…

Vollsperrung in Südfankfurt: Mörfelder Landstraße für Brückenneubau bis 2029 gesperrt
Vollsperrung in Südfankfurt: Mörfelder Landstraße für Brückenneubau bis 2029 gesperrt

Wegen eines Neubaus der Eisenbahnbrücke wird die Mörfelder Landstraße in Frankfurt-Sachsenhausen ab 2. März 2026 bis 2029 teilweise voll gesperrt. Alles zu Bau…

Palla: Schienensanierung braucht zehn Jahre – Bahn setzt auf Sofortprogramme
Palla: Schienensanierung braucht zehn Jahre – Bahn setzt auf Sofortprogramme

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, kündigt an, dass die grundlegende Sanierung des deutschen Schienennetzes etwa zehn Jahre dauern wird. Ku…

Sie möchten Fahrverbote, Punkte und Bußgeld vermeiden?

Dann machen Sie unseren kostenlosen Online-Check! Erfahren Sie in weniger als einer Minute wie hoch Ihre Strafe ausfällt und ob ein Einspruch sinnvoll ist. Unsere Partneranwälte setzen Ihren Einspruch durch.

Jetzt zum Online-Check