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Mitfahr-Apps in Hessen sparen Tausende Kilometer und CO2

Mitfahr-Apps in Hessen reduzieren Verkehr: Tausende Kilometer und CO2 eingespart
© Ki generiert von bussgeldeinspruch.info | Mitfahr-Apps in Hessen reduzieren Verkehr: Tausende Kilometer und CO2 eingespart
Saad Bouziane

Saad Bouziane

15.02.2026
7 Minuten Lesedauer

    Das Wichtigste in Kürze:
    • Marburg: Rund 984 Registrierte, fast 400 vermittelte Fahrten, ca. 6.300 km und ~787 kg CO2 eingespart.
    • Frankfurt: Seit Projektstart Ende Oktober 2024 mehr als 25.000 Mitfahrten, über 20.000 Fahrgemeinschaften und mehr als 4.000 Nutzer; Projekt läuft zunächst bis Mitte 2027.
    • Gießen prüft ein internetbasiertes Mitfahrportal; begleitende Forschung (u. a. mit Fraport und Hochschulen) soll Ausbau und Nutzergewinn stabilisieren.


Mitfahr-Apps in Hessen sparen Tausende Kilometer und CO2

Mehrere Städte in Hessen setzen auf digitale Mitfahr-Plattformen, um Pendelverkehr zu reduzieren, Fahrzeuge effizienter zu nutzen und CO2-Emissionen zu senken. Die bisherigen Ergebnisse zeigen eine positive Resonanz und liefern erste Zahlen zur Einsparwirkung.

Erste Erfolge in Marburg

In Marburg nutzt die Stadt seit etwa einem halben Jahr die App goFLUX. Zum Stichtag 10. Februar waren dort 984 Personen registriert; fast 400 gemeinsame Fahrten wurden vermittelt, wodurch rund 6.300 Kilometer eingespart und etwa 787 Kilogramm CO2 vermieden wurden. Die Stadt verweist zudem auf eine nicht erfasste "Dunkelziffer", weil Fahrgemeinschaften nach der Erstvermittlung gelegentlich privat weiter organisiert werden.

Großprojekt in Frankfurt

In Frankfurt, wo Ende Oktober 2024 eine Mitfahrplattform startete (ebenfalls auf Basis von goFLUX), wurde das Angebot laut Betreiber traffiq sehr gut angenommen. Bis Januar wurden mehr als 25.000 Mitfahrten in über 20.000 Fahrgemeinschaften registriert; mehr als 4.000 Nutzer haben sich angemeldet. Das Projekt kooperiert mit großen Arbeitgebern vor Ort und ist zunächst bis Mitte 2027 geplant.

Forschung und Ausbau

Begleitende Förderprojekte — unter anderem mit der Fraport AG, der Hochschule RheinMain und der Hochschule Bielefeld sowie dem Anbieter goFLUX/Karos — sollen Handlungsempfehlungen liefern, die Plattform nutzerfreundlicher machen und die Reichweite erhöhen. Ein Konzept zur Ausweitung auf den gesamten Flughafenstandort und die Region Frankfurt Rhein-Main ist geplant.

Gießen prüft eigenes System

Auch Gießen erwägt den Aufbau eines internetbasierten Mitfahrportals; die Stadtverwaltung prüft im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans eine interkommunale Lösung und führt Gespräche mit Hochschulen und dem Landkreis, um ein ausreichend großes Angebot sicherzustellen.

Die Projekte in Hessen zeigen, dass digitale Vermittlung von Fahrgemeinschaften kurzfristig Kilometer und CO2 einsparen kann. Entscheidend für Langfristwirkung sind jedoch Nutzerzahlen, die Vernetzung mit Arbeitgebern und ÖPNV sowie begleitende Forschung und Ausweitungsstrategien.

Originalartikel bei STERN.de






Quellen:

1 Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 (zuletzt abgerufen am 28.11.2025)

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