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Acht Fehler, die Ihren Motor teuer zu stehen kommen

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Saad Bouziane

Saad Bouziane

09.12.2025
7 Minuten Lesedauer

    Das Wichtigste in Kürze:
    • Häufige Ursachen für Motorschäden sind vernachlässigte Flüssigkeitskontrollen, ignorierte Wartungsintervalle und übersehene Warnsignale.
    • Fehler wie kaltes Hochdrehen, sofortiges Abstellen nach Volllast oder Fahren im roten Drehzahlbereich belasten Motor und Turbolader stark.
    • Weitere Risiken: falscher Kraftstoff und Wasserschlag durch tiefe Pfützen — regelmäßige Checks und vorsichtige Fahrweise verhindern teure Schäden.


Acht Fehler, die Ihren Motor teuer zu stehen kommen

Motorschäden sind oft Folge von Bedienfehlern und Vernachlässigung statt von Materialdefekten. Kleine Nachlässigkeiten im Alltag können große Reparaturkosten nach sich ziehen. Nachfolgend die acht häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden können.

Fehler 1: Flüssigkeitsstände nicht regelmäßig prüfen

Zu wenig Motoröl führt zu schlechter Schmierung von Lagern, Zylindern und Turboladerwelle – reißt der Schmierfilm ab, steigt der Verschleiß oder es kommt sofort zum Schaden. Zu viel Öl ist ebenfalls gefährlich, weil die Kurbelwelle Öl aufschäumt und die Pumpe Luft ansaugt. Auch Kühlwasser muss immer im empfohlenen Bereich sein, da Überhitzung Zylinderkopfdichtung, Zylinderkopf oder Motorblock beschädigen kann.

  • Vor jeder langen Fahrt Öl- und Kühlwasserstand kontrollieren.
  • Bei auffälligen Ölverlusten sofort Werkstatt ansteuern.

Fehler 2: Wartungsintervalle ignorieren

Regelmäßige Wartung ist entscheidend. Verzögerte Ölwechsel, übersehene Zahnriemenwechsel oder vernachlässigte Zündkerzen führen zu vorzeitigem Verschleiß und teuren Folgeschäden. Moderne, turbobestückte Motoren reagieren besonders empfindlich auf mangelnde Pflege.

  • Ölwechsel, Zahnriemen- bzw. Steuerkettendienst und Filterwechsel nach Herstellervorgaben durchführen lassen.
  • Kurzchecks zwischen Werkstattbesuchen (Öl, Kühlwasser, Luftfilter) einplanen.

Fehler 3: Warnsignale und Geräusche ignorieren

Aufleuchtende Warnlampen oder ungewöhnliche Geräusche nicht zu beachten, kann aus kleinen Problemen teure Schäden machen. Eine gelbe Motorkontrollleuchte kann beispielsweise auf eine defekte Zündspule hinweisen – frühzeitig behoben kostet das oft nur wenig, wird es ignoriert, drohen Schäden am Katalysator oder anderen Bauteilen. Bei roter Ölwarnleuchte sofort anhalten: ein zu niedriger Öldruck kann innerhalb kurzer Zeit schwere Motorschäden verursachen.

Fehler 4: Motor kalt hochdrehen statt behutsam warmfahren

Bei kaltem Motor ist das Öl zähflüssiger und die Bauteile sind nicht im idealen Wärmezustand. Hohe Drehzahlen unmittelbar nach dem Start belasten Kolben, Zylinder und Lager unnötig. Statt im Stand warmlaufen zu lassen, besser sanft anfahren und den Motor schrittweise auf Betriebstemperatur bringen. Ein einfacher Trick: Motor starten, anschnallen und erst dann losfahren – so baut sich der Öldruck auf, bevor Belastung kommt.

Fehler 5: Motor sofort nach Volllast abstellen

Nach langen Autobahnfahrten oder hoher Last sollten Motor und Turbolader nicht abrupt abgekühlt werden. Besonders Turbolader können bei Vollast sehr hohe Temperaturen erreichen; schaltet man den Motor sofort ab, verkokt das Öl und verstopft Ölkanäle. Besser einige Minuten mit niedriger Last fahren, damit sich Temperatur und Ölkreislauf normalisieren.

Fehler 6: Dauerhaft im roten Drehzahlbereich fahren

Regelmäßig die Drehzahlgrenze auszureizen erhöht Schwingungs- und thermische Belastungen im Kurbeltrieb und am Schmierfilm. In Kombination mit zu niedrigem Ölstand sind Kolbenfresser oder Lagerschäden wahrscheinlich. Nutzen Sie die roten Bereiche nur kurzzeitig und vermeiden Sie Dauerbelastung.

Fehler 7: Falschen Kraftstoff tanken

Dieselmotoren sind besonders empfindlich: Benzin statt Diesel schädigt Hochdruckpumpe und Injektoren, weil Benzin nicht dieselben Schmierstoffeigenschaften hat. Wird falsch getankt, nicht starten oder sofort eine Werkstatt hinzuziehen – die Reparatur kann sehr aufwendig und teuer werden.

Fehler 8: Tiefe Pfützen und Wasserschlag unterschätzen

Beim Durchfahren sehr tiefer Pfützen kann Wasser in die Ansaugluft gelangen. Wasser lässt sich nicht komprimieren und kann beim Ansaugen den Kolben abrupt abbremsen (Wasserschlag). Folge sind verbogene Pleuel, beschädigte Kurbelwelle, Zylinderkopf oder Motorblock. Wenn die Luftansaugung tief liegt, große Pfützen meiden.

Kurze Checkliste für den Alltag

  • Regelmäßig Öl- und Kühlwasserstand prüfen.
  • Wartungsintervalle laut Hersteller einhalten.
  • Auf Warnlampen und Geräusche sofort reagieren.
  • Motor behutsam warmfahren; nach Volllast langsam abkühlen lassen.
  • Keinen falschen Kraftstoff tanken; Pfützen meiden.
Quelle: Originalartikel auf BILD / AUTO BILD.





Quellen:

1 Studie der VUT Sachverständigengesellschaft mbH & Co. KG, Januar 2013 (zuletzt abgerufen am 28.11.2025)

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